Werden Sie Autor

Schreiben Sie mit!

Möchten Sie die Zeitschrift mitgestalten und haben Sie eine interessante Unterrichtseinheit entwickelt und erprobt? Dann schreiben Sie uns! Die geplanten Themen finden Sie weiter unten auf dieser Seite.

Im Merkblatt für Autoren finden Sie praktische Hinweise.

Bitte senden Sie Ihre Vorschläge zeitnah an:
redaktion.pd(at)friedrich-verlag.de 

Dialekt heute

Die deutsche Sprache besitzt eine Vielzahl an Varietäten: Dialekte, Soziolekte, Umgangssprachen, Regionalsprachen. Das geplante Heft macht diese Sprachvariation in einer spezifischen Perspektive zum Thema. Es betrachtet die Formen und Funktionen der Variation, die unsere heutige, stark durch Medien und Mobilität geprägte Gesellschaft, bestimmen. Der Blick richtet sich dabei insbesondere auf die areale Variation, wie sie Dialekte und großräumiger auch die Regionalsprachen bestimmen. Auch wenn die „tiefen“ Dialekte verschwinden, bleibt die sprachliche Kommunikation doch immer noch regionalsprachlich geprägt. Die Soziolekte, die Umgangssprachen und sogar die Standardsprache variieren je nach Region. Regionalsprachliche Formen bilden auch eine Gestaltungsressource, die regionale Verortung und soziale Nähe signalisieren, aber auch eine humorvolle Wirkung erzeugen können. In dieser Funktion werden sie gezielt genutzt, z.B. in der Werbung, in den Printmedien und den Sozialen Medien. Schließlich sind Dialekte ein Thema, über das sich Menschen gern austauschen, wie unzählige Blogs und Internetforen zeigen.

Bitte wenden Sie sich bis Mitte Juli an: doris.tophinke(at)uni-paderborn.de. Ein Exposé kann angefordert werden.

Handlungs- und Produktionsorientierung im Literaturunterricht

Vor 25 Jahren erschien mit Handlungs- und produktionsorientierter Unterricht eine der folgenreichsten Ausgaben von Praxis Deutsch. Nun soll eine Zwischenbilanz gezogen werden: Was konnte sich etablieren, wo entstanden Probleme und was hat sich als unbrauchbar erwiesen? Zugleich ist das Konzept aber auch an neuen Herausforderungen auszurichten: den neuen Medien, der Standardisierung und Kompetenzorientierung, der zunehmenden Heterogenität. Wünschenswert sind daher vor allem solche Modelle, die auch auf aktuelle Entwicklungen reagieren, ggf. Potenziale moderner IT-Technik nutzen, auf die Erschließung konkreter Gegenstände ausgerichtet sind und dabei genaue Ziele literarischen Lernens in den Blick nehmen.


Wenn Sie sich mit einem Beitrag an dem Heft beteiligen möchten, wenden Sie sich gerne mit einem Vorschlag oder einer Idee bis zum 20. Dezember an Tilman von Brand tilman.von-brand(at)uni-rostock.de.

Fontane

Im Dezember 2019 jährt sich Theodor Fontanes Geburtstag zum 200. Mal: Anlass, über einen kanonischen Schul-Autor nachzudenken, zu fragen, wofür er (heute) steht und welche innovativen Zugänge möglich sind. Vieles ist bereits in zahlreichen Lektürebegleitern und Lehrerhandreichungen zu den immer gleichen Werken gesagt worden. Dies ist nicht zu wiederholen. Vielmehr gibt es sowohl im epischen wie im lyrischen Werk Texte zu entdecken, die schulisch noch eher unverbraucht, aber lohnend und exemplarisch für anthropologisch relevante Themen und für Darstellungsstrategien des Poetischen Realismus sind: beispielsweise Schach von Wuthenow, Mathilde Möhring, Graf Petöfy, Reiseliteratur in Auszügen, die Ballade Das Trauerspiel von Afghanistan u. a. m.
Aufschlussreiche Zugänge sind ferner gerade bei einem stark rezipierten Autor wie diesem über Rezeptionsdokumente verschiedenster medialer Ausprägung (literarische Werke, Bühnenadaptionen, Verfilmungen, Hörmedien, Youtube-Produktionen, Illustrationen) möglich, die Differenzerfahrungen ermöglichen. Aber Fontane ist nicht nur ein Autor der Oberstufe, sondern mit seinen lyrischen Texten auch in den Sekundarstufen präsent. So sind Unterrichtsmodelle für alle Altersstufen ab Jahrgangsstufe 4/5 erwünscht.


Ideen für solche Modelle in Form einer kurzen Skizze (ca. 1 Seite) sind bis zum 10. Januar 2019 einzureichen bei karla.mueller(at)uni-passau.de und bei dieter.wrobel(at)germanistik.uni-wuerzburg.de.

Sprachen vergleichen

Schon jüngere Kinder führen spontan Sprachvergleiche durch und zeigen so ihr Interesse an Sprache(n) und sprachlichen Strukturen. Reizvoll ist das Vergleichen von sprachlichen Erscheinungen auch für ältere Schülerinnen und Schüler, denn es ermöglicht Differenzerfahrungen und lässt vielfältige Entdeckungen zu.
Wir wollen in dem geplanten Heft Lerngelegenheiten modellieren, die sprachvergleichendes Lernen für die Entwicklung sprachbetrachtender Aktivitäten und für den Ausbau von Kenntnissen über Sprachstrukturen des Deutschen fruchtbar machen. Was lässt sich z.B. zur Stellung des finiten Verbs in deutschen Sätzen – im Vergleich zu anderen Sprachen – feststellen? Woran merkt man, dass das Deutsche eine Klammersprache ist – und gibt es Verb- und Satzklammern auch in anderen Sprachen? Was gehört in einen vollständigen Satz – im Deutschen und in anderen Sprachen? Wie fest oder flexibel ist die Stellung der Wörter in deutschen Sätzen und in Sätzen anderer Sprachen? Was ist typisch für die Bildung von Wörtern im Deutschen – und in anderen Sprachen? Sind andere Sprachen ähnlich entlehnungsfreudig wie das Deutsche? Wie schwierig ist die deutsche Aussprache im Vergleich mit anderen Sprachen? Ist die Leserzentriertheit in der deutschen Schrift auch in anderen Sprachen beobachtbar? Worin gleicht/unterscheidet sich das Deutsche von anderen germanischen Sprachen?

Wer ein Modell zur Beantwortung dieser oder anderen Fragen, die sich für sprachvergleichende Betrachtung anbieten, beitragen möchte, wende sich bitte bis zum 15.11.2018 an:
Astrid Müller astrid.mueller(at)uni-hamburg.de oder
Renata Szczepaniak renata.szczepaniak(at)uni-bamberg.de