1. – 13. Schuljahr

Vorhang auf

Theatermethoden im Deutschunterricht nutzen
Die szenische Interpretation eines Textes, eine Podiumsdiskussion, die Präsentation eines Gedichts mit theatralen Mitteln, aber auch die Umsetzung eines Dramas in eine Inszenierung – das sind nur einige Beispiele, wie sich Methoden des Theaters im Deutschunterricht nutzen lassen. Und nicht nur hier, in allen Fächern lassen sich Statuenbau, Rollenspiel, Performance und manches andere aus der Theaterarbeit einsetzen, um Schülerinnen und Schülern einen mit eigenem Tun verbundenen Zugang zum Unterrichtsgegenstand zu ermöglichen. Denn körperliches Agieren, die tätige Auseinandersetzung mit einem Gegenstand, kann neue Zugänge zu ihm eröffnen, Differenzerfahrungen ermöglichen, das Verständnis vertiefen und das Behalten erleichtern. Zudem lassen sich Einstiegs- und Lockerungsübungen, die in der Theaterarbeit für den „Warm-up genutzt werden, in jedem Unterricht verwenden, um eine gute Lernatmosphäre zu schaffen. Wer hierzu mehr erfahren möchte, dem sei die Ausgabe der Zeitschrift Schultheater mit dem Thema Theatrale Methoden in anderen Fächern empfohlen. Hier finden Sie neben einer Fülle an Anregungen für alle Fächer, von der kleinen Idee bis zur großen Unterrichtseinheit, auch viele Hintergrundinformationen dazu, warum die Arbeit mit Theatermethoden im Fachunterricht so lohnend ist – und wie sie sich nicht nur „handgestrickt, sondern fundiert einsetzen lässt.
Almut Aden
Applaus für ein lebendiges Theater!
Das Buch begleitet Lehrer*innen und Theaterpädagog*innen lustvoll dabei, sich im komplexen System theaterpädagogischen Tuns und Denkens menschlich, ästhetisch und pädagogisch zu verorten.
Theaterschaffende sind eingeladen, die eigenen Spiel- und Möglichkeitsräume zu erkennen, zu kreieren und zu gestalten, um schließlich ihre ureigene Interpretation von Wirklichkeit auf die Bühne zu bringen – bewusst, kompetent, fundiert und kontextangemessen. Dabei gehen die Autor*innen davon aus, dass die didaktische Herangehensweise an jeden theaterpädagogischen Prozess in erster Linie eine Frage der eigenen Haltung ist. Das methodische Vorgehen wird also organisch aus der Beantwortung didaktischer Fragen entwickelt. Das WIE entsteht nach dem WAS – nicht umgekehrt!
Drei grundlegende Klärungsprozesse werden dabei für die theaterpädagogische Arbeit initiiert:
Wesentliche Begriffe wie Didaktik, Methodik, Theater und Pädagogik werden erläutert, um diese zu reflektieren, in Beziehung zueinander zu setzen und daraus ein didaktisches Modell einer systemischen Theaterpädagogik abzuleiten.
Das WAS der eigenen theaterpädagogischen Herangehensweise wird durch didaktische Fragen geklärt: Was will ich konkret mit meiner Arbeit? Was ist mein Profil als Theaterpädagog*in? Was denke ich über meine jeweilige Zielgruppe? etc.
Durch bewusste didaktische Überlegungen wird ein gehalt- und sinnvoller Boden für das WIE geschaffen. Jede Spielleiter*in kann sich aus der Fülle an Methoden diejenigen auswählen, die ein authentisches und kompetentes Anleiten und damit einen gelungenen theaterpädagogischen Prozess ermöglichen.
Fontane-Jahr
Ein Bildungs- und Vermittlungsprogramm
Zahlreiche Programmpartner aus Kultur, Bildung und Wissenschaft präsentieren vom 30.März bis zum 200. Geburtstag Theodor Fontanes am 30.Dezember 2019 ein breit gefächertes Veranstaltungsprogramm unter dem Titel fontane.200. Die Fontanestadt Neuruppin steht dabei im Zentrum des Jubiläumsjahres.
Der kreative Umgang Theodor Fontanes mit Sprache, Wort und Geschichten steht im Mittelpunkt zweier Bildungsprojekte des Festjahres. WORD&PLAY! nutzt Fontanes Werke als Inspirationsquelle, um mit Jugendlichen zwischen 13 und 18 Jahren in zwei Feriencamps eigene Fontane-Computerspiele zu entwickeln (1.10.07. & 5.14.08.). In einem Game Festival vom 1. bis 3. August beleuchtet das Projekt eingehend das Thema der digitalen Literaturvermittlung und bietet dazu Lehrer*innen u.a. anrechenbare Lehrerfortbildungen zu...

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