5. – 7. Schuljahr

Doris Tophinke

„Die Schulbänke standen hintereinander

Darstellendes Schreiben über die Schule früher

Wie sahen Klassenzimmer und Schulweg aus? Welche erzieherischen Maßnahmen waren üblich? Die Lerngruppe entwickelt und vertieft ihre Kompetenzen im darstellenden Schreiben anhand von Text- und Bildmaterial zur historischen Schule.

Die Schule hat eine lange Geschichte und sie hat sich in ihrer Geschichte vielfach gewandelt. In diesem Wandel spiegeln sich Veränderungen in den gesellschaftlichen Vorstellungen über Inhalte und Funktionen schulischer Bildung. Das Unterrichtsmodell macht die historische Schule zum Gegenstand des darstellenden Schreibens. Ausgehend von Text- und Bildmaterial, das ausgewertet, zusammengefasst und wiedergegeben wird, entwickeln und vertiefen die Schülerinnen und Schüler ihre Kompetenzen im darstellenden Schreiben. Dies steht im Vordergrund. Die Auseinandersetzung mit „Schule früher stößt aber auch das geschichtliche Lernen an. Das darstellende Schreiben ist eine komplexe sprachliche Handlung. Inhalte, die Texten beim Lesen entnommen werden, werden in einem eigenen, zusammenhängenden Text wiedergegeben. Für den Operator Darstellen, bei dem es meist darum geht, Sachverhalte und Zusammenhänge darzustellen, die man zuvor zu lesenden Texten entnimmt, ist das explizite schriftliche Bezugnehmen auf diese Texte eine sehr wichtige Teilleistung. Das geschieht über metatextuelle Prozeduren und Prozedurausdrücke, die auf die Textgrundlage Bezug nehmen und die darstellen, wie der Text beschaffen ist. Hierzu gehören Prozedurausdrücke,
  • die das Text-Thema benennen (das Thema des Textes ist , der Text behandelt das Thema , es geht um ) und
  • die die Text-Gliederung markieren (der Text gliedert sich in drei Abschnitte, der erste/zweite/dritte/… Abschnitt behandelt …, im ersten/letzten Teil wird dargestellt). Wichtig sind auch Prozedurausdrücke,
  • die verdeutlichen, woher der Text stammt bzw. um welche Textsorte es sich handelt (Zeitungs- oder Zeitschriftenartikel, Lexikonartikel, Buchkapitel …) und
  • die angeben, welcher Text-Modalität (dem Schrifttext, einer Tabelle oder einem Bild im Text) die Information entnommen wurde (die Tabelle/die Abbildung auf Seite XY zeigt/veranschaulicht, dass …, wie die Tabelle/das Bild zeigt/veranschaulicht …). Zu den metatextuellen Prozeduren gehören weiter solche,
  • mit denen die Text-Schwerpunkte benannt werden (der Text konzentriert/beschränkt sich auf, der Text behandelt vor allem , es geht vor allem um …) und
  • mit denen Text-Bewertungen in die Darstellung eingebracht werden können (der Text/die Tabelle vermittelt schön/klar/überzeugend/verständlich, dass/wie …, es wird im Text gut/ganz/sehr deutlich, ).
Jedes Referat zu Texten, jeder Bericht aus zweiter Hand, in dem auf Texte und Materialien Bezug genommen wird, und jede Wiedergabe von Inhalten aus Texten nutzt solche metatextuellen Prozeduren. Sie sind deshalb wichtige Werkzeuge des darstellenden Schreibens.
Zentral für das darstellende Schreiben ist dann auch die Darstellung der Inhalte selbst. Landschaften, Räume, Gegenstände, handelnde Personen werden dargestellt. Dabei kommt es auf die sachlich korrekte Wiedergabe und Zusammenfassung der Textinhalte an, d.h. der einzelnen Sachverhalte, die dem Text entnommen werden. Diese sprachliche Darstellung muss die Sachverhalte so wiedergeben, dass beim Lesen das richtige Vorstellungsbild entsteht (die Schulbänke standen in Reihen hintereinander). Dabei sind ggf. auch räumliche (vorn im Klassenzimmer, hinten an der Wand) und zeitliche Angaben (morgens, mittags) notwendig. Je nach Inhalt gibt es auch hier unterschiedliche Textprozeduren.
Intentionen
Schule und schulischen Alltag darstellen
Das Unterrichtsmodell nimmt die Dorfschule und das Schulleben im ausgehenden 19. Jh. und in der ersten Hälfte des 20. Jh. in den Blick, wie es in einem Buch über eine Dorfschule in Ostwestfalen dargestellt ist. Unterschiedliche Aspekte lassen sich behandeln....

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