LeseförderungLeseerlebnisse schaffen

Schülerinnen und Schüler für Literatur begeistern, dafür gibt es viele Ideen und Methoden. Lesen Sie hier, wie Sie neue Literaturerlebnisse anleiten. Entweder unter Gleichaltrigen oder mit Literaturblogs.

Buecher

Ideen für die Leseförderung.

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Lese-Scouts (alle Jahrgangsstufen)

Was wäre, wenn Schülerinnen und Schüler sich gegenseitig für das Lesen begeistern? Diesen Gedanken greifen bereits an vielen Schulen die Lese-Scouts auf. Zur Keimzelle wird dabei eine Lese-Scout-AG, in der sich lesebegeisterte Schülerinnen und Schüler regelmäßig treffen. Lese-Scouts wollen dabei nicht nur miteinander über ihre Leseerlebnisse sprechen, sondern sie überlegen sich, mit welchen (einmaligen oder regelmäßigen) Aktionen sie in der Schule für das Lesen werben können. Die Palette der möglichen Aktionen ist nahezu unbegrenzt: Sie reicht von thematischen Vorlesenachmittagen (z. B. Gespenstergeschichten in gruseliger Atmosphäre), Bücherrallyes in der Schule, Rate- und Rätselaktionen zu Büchern (z. B. Märchenquiz) über das gemeinsame Lesen und Schreiben von Fortsetzungsgeschichten bis zur „Büchersäule“, einem Info- und Werbemedium für Mitschüler oder der Beteiligung bei Schulfesten und Tagen der offenen Tür. Die Lese-Scout-Idee nutzt konsequent den peer-Effekt, das heißt, dass Gleichaltrige jenseits des Fachunterrichts als „Botschafter des Lesens“ auftreten und neben dem Unterricht die Schule als Ort des Lesens erschließen. Ebenso wie das Alter der Lese-Scouts variieren kann, so können die Aktionen und Zielgruppen „mitwachsen“.

Mehr Informationen zu den Lesescouts

Literatur-Blogs (ab 7. Schuljahr)

Literatur im Netz erweitert nicht nur das Textangebot in ein anderes Medium, sondern ermöglicht eine Vielzahl von lesekulturell relevanten Handlungen an der Schnittstelle zwischen Lesen, Schreiben und literaturbezogener Kommunikation. Der Clou dabei ist, dass verschiedene Rollen (Autor, Leser, Kritiker) flexibel gewechselt und erprobt werden können. Schülerinnen und Schüler können andere und sich selbst als Akteure innerhalb einer literarischen Kultur erleben – in welcher Rolle auch immer. Denn bei der Beschäftigung mit Literatur-Blogs steht nicht die Produktion und Veröffentlichung eigener Texte im Mittelpunkt, sondern die Vermittlung einer Haltung zur Literatur in einem stetigen kommunikativen Prozess. Neben der Veröffentlichung eigener Texte (z. B. im Anschluss an eine Lyrik- oder Roman-Reihe) ermöglichen Blogs einen schnellen Austausch mit anderen (Lesern oder Autoren) über Texte. Dieser kann durch eher spontane Kommentare oder aber durch kriteriengeleitete Rezensionstexte zustande kommen. Jeder kann zu Texten unmittelbar und direkt Rückmeldungen abgeben; so können sich ganze Kommentarlawinen entwickeln, die – kontrovers oder konsensual – Reaktionen auf Texte sind. Entsprechend sind Blogs nicht nur eine Plattform für literarische Betätigung, sondern auch für literaturkritische Textproduktion. Schülerinnen und Schüler können durch Literatur-Blogs erfahren und erproben, dass Literatur und literaturbezogene Kommunikation (einschließlich der kritischen Diskussion von Texten oder auch der gemeinsamen Weiterarbeit an Texten) eine sich immer wieder neu erfindende kulturelle Praxis ist.

Metadatei für Literatur-Blogs

Weitere Links:

blog.literaturwelt.dewww.literaturzeitschrift.de

www.buch-rezensionen.com

www.literaturblog.de

Pausenpoesie (ab 10. Schuljahr)

Gedichte aus dem Unterricht herausholen und in der Schule öffentlich machen – das ist die Grundidee des Projekts „Pausenpoesie“. Hierbei werden im Anschluss an den Deutschunterricht Gedichte z.B. eines Autors oder zu einem Motiv oder einer Epoche von Schülerinnen und Schülern ausgewählt und zum Vortrag vorbereitet. Dann tragen sie die Gedichte – ganz nach dem Motto: jeden Tag ein Gedicht – über einen festgelegten Zeitraum in der großen Pause in der Aula vor. Damit muss die Veröffentlichung des Textes nicht abgeschlossen sein. Denn die vorgetragenen Gedichte können auf Postern in der Schule sichtbar gemacht werden oder auf der Schul-Homepage zu sehen und zu lesen sein (beachten Sie dabei das Urheberrecht). Schüler kommen dabei nicht allein über die Auswahl geeigneter Texte und die Vorbereitung von Vorträgen bzw. Vorstellungen miteinander in ein Gespräch über Literatur. Sie können auch einzeln oder in Tandems als Gedicht-Experten jeweils einen lyrischen Text quasi adoptieren und eigene Vorschläge für verschiedene Formen der Veröffentlichung überlegen und ausprobieren.

Mehr Informationen

Mehr Tipps zur Leseförderung in der Schule und im Alltag lesen Sie im Heft "Lesekultur"

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