Gedicht 5. und 6. Klasse FontaneFontanes Gedicht "Seifenblasen" im Deutschunterricht

Die Erschließung des Gedichtes "Seifenblasen" von Theodor Fontane eignet sich gut zur Wiederholung von lyrischen Fachbegriffen in den Jahrgangsstufen 5 und 6. Bereits bekannte sprachliche Bilder und Reimschemata können gesichert und ihre Wirkung verdeutlicht werden. Dabei tritt das Gedicht besonders durch seine Anschaulichkeit, Thematik und Kürze hervor.

Kind pustet Seifenblase

Kind pustet eine große Seifenblase © pixabay

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Fontane ist meist als Dichter von Balladen bekannt. In diesem – an Kinderreime erinnernden Gedicht – zeigt er sich von einer weniger bekannten Seite.

Der Beobachter Fontane lässt vor den Augen des Lesers eine Spielsituation entstehen, die die Schülerinnen und Schüler aus ihrer eigenen Lebenswelt kennen und zeigt so, wie alltägliche Themen lyrisch verarbeitet werden. Damit wird die Gattung Lyrik für junge Lernende interessanter und bietet einen motivierenden Anknüpfungspunkt, der den Zugang erleichtert. Fasziniert von der Bewegung der Seifenblasen werden sprachliche Bilder assoziiert, die ansprechen. Zudem ist das Gedicht mit zehn Versen im Gegensatz zu anderen Gedichten sehr kurz.

Als Einstieg bietet sich ein ganz plastisches Vorgehen an, indem Seifenblasen erzeugt werden.

Dann folgt die Arbeit mit dem Text hier finden Sie das passende Arbeitsblatt dazu. Die Schülerinnen und Schüler nähern sich über Ordnungsaufgaben dem Inhalt und der Sprache des Gedichts.

Zunächst wird die Lerngruppe vor die Aufgabe gestellt, durch genaues Lesen die Lücken im Gedicht sinngemäß passend zu füllen. Zur Binnendifferenzierung ließen sich die drei falschen Wortgruppen „Drachen“, „30 Minuten“ und „wie das glänzt“ reduzieren oder streichen. Diese Aufgabe schult das Einhalten von Metrum und Reim und damit das Gefühl für die besondere Sprachmelodie des Gedichts.

Je nach Lerngruppe können schon Alliteration (im Fluge das Fliegen verlernt), Metapher (es ebbt seine Kraft) und Personifikation (der Sonne Schein | Malt einen Regenbogen hinein) benannt werden. Aber auch auf parallele Satzstrukturen (Da stieß sie an, da war es aus) oder Antithesen (Ein’ge groß und ein’ge klein), evtl. sogar auf den Neologismus (Durchschnitts-Munde) kann zumindest hingewiesen werden. Die Lernenden werden angehalten, ihre Leseeindrücke zu formulieren und einzelne Verse hervorzuheben, die ihnen beim Lesen besonders eindrucksvoll vorkamen. Auch die dritte Aufgabe lenkt den Blick nochmals auf das Gedicht. Spätestens im Vergleich zum Original können die Lernenden ihre Deutungen erklären.

Im Anschluss an die Erarbeitung des Gedichts bietet sich ein produktionsorientiertes Vorgehen an. Durch die Erstellung von Stop-Motion-Filmen können die Lernenden ihre Assoziationen verdeutlichen und bildlich darstellen. So zeigt sich, dass jedes Gedicht auf jeden Leser anders wirkt und die jeweilige Interpretation gültig ist, sofern sie mit dem Text begründet werden kann.


 

Theodor Fontane

Wie Schüler ihre Assoziationen für die Erstellung von Stop-Motion-Filmen nutzen können, um ihre Interpretation darzustellen erfahren Sie in:


Theodor Fontane

Praxis Deutsch Nr. 277/2019

 

 

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